FAQ

1. Warum bekomme ich in Ihrem Shop keine Wolle mit "Superwash-Ausrüstung"?

Garne, die mit "Superwash" ausgerüstet, die also gegen Verfilzen behandelt und somit maschinenwaschbar sind, biete ich in meinem Shop nicht an. Denn bei diesen Garnen wurden zuvor die Schuppen der Wolle teilweise mit Chlor oder anderen Chemikalien entfernt. Anschließend wird das Garn vor dem Spinnen mit Kunstharz oder Silikon behandelt. Diese Methoden stehen für mich nicht im Einklang mit der Bezeichnung "Naturprodukt". Ich verkaufe nur Garne, die nicht mit giftigen Chemikalien in Kontakt kamen.

2. Ist Ihre pflanzengefärbte Wolle wirklich nur mit Handwäsche waschbar?

Bei Schurwolle und Seide wird Handwäsche tatsächlich empfohlen. Haben Sie jedoch eine Waschmaschine mit Wollwaschprogramm, ist auch eine Maschinenwäsche kalt und mit Wollwaschmittel möglich. Bitte beachten Sie, dass Sie eine geringe Schleuderumdrehung einstellen, um ein Verfilzen zu vermeiden. Textilien aus Schurwolle sollten anschließend immer liegend und nicht auf der Heizung oder in der Sonne getrocknet werden. Ich wasche meine gestrickten Teile immer kalt im Wollwaschprogramm mit maximal 600 Umdrehungen beim Schleudern.


3. Verfärbt die Wolle beim Verarbeiten oder Waschen?

Meine pflanzengefärbte Wolle ist farbecht. Pflanzengefärbte Wolle sollte aber lichtgeschützt gelagert werden. Die fertigen Kleidungsstücke nicht dauerhaft der Sonne aussetzen, sonst verblassen die Farben.

Während bei den meisten Pflanzenfärbungen die gesamte Faserstruktur verfärbt wird, legt sich bei Indigofärbungen die Farbe auf bzw. um die Faser. Deshalb kann es bei Indigo- Färbungen beim Stricken gelegentlich und beim ersten Waschen zu Ausfärbungen kommen.  Aus diesem Grund sollte man das gestrickte Teil beim ersten Mal nicht zusammen mit weißen Textilien waschen. Hierzu gebe ich stets Warnhinweise mit zum Garn. Ich habe Indigo bereits mehrfarbig (kombiniert mit gelb und beige) verstrickt, um die Farbechtheit zu prüfen. Beim Waschen kam es zu keinen Verfärbungen oder "Verlaufen" der Farben untereinander.  (s. Beispiel unten Eicheln, Kurkuma und Indigo kombiniert)

4. Woher weiß ich, wie viel Garn ich für mein Projekt benötige, wenn ich nicht das Originalgarn aus der Anleitung verwenden möchte?

Meist ist in einer Strick-Anleitung zur Orientierung die Menge des benötigten Originalgarns angegeben. Möchten Sie nun dieses Garn durch z.B. "Lieblings-Schurwolle" ersetzen, weil die Maschenprobe ungefähr zum Originalgarn passt, können Sie folgende Berechnung vornehmen:

Lauflänge Originalgarn: 160 m/ 100 g . Das heißt der Faden auf dem 100 g-Knäuel Wolle ist 160 m lang.

Lauflänge Lieblings-Schurwolle: 300 m/ 100 g . Das heißt der Faden auf dem 100 g-Knäuel Wolle ist 300 m lang.

Vom Originalgarn benötigen Sie laut Anleitung 600 g (6 Knäuel), also 960 Meter Garn (160 Meter mal 6 Knäuel).

Sie teilen also die 960 m durch die 300 Meter, die auf einem 100 g-Knäuel Lieblings-Schurwolle sind. Sie benötigen also 3,2 Knäuel von der Lieblingsschurwolle, um 960 Meter Garn zu erhalten. Wenn Sie also 4 Knäule kaufen, haben Sie eine ausreichende Menge.

5. Was ist eigentlich Ramie?

Im Garn "Seidenmix" sind neben Schurwolle und Seide auch 20 % Ramie enthalten.

Ramie wird seit etwa 3000 Jahren als Faserpflanze angebaut. Ramie wird auch Chinagras genannt. Die Pflanze gehört zur Familie der Brennesselgewächse und wird überwiegend in Asien, Südamerika und Südeuropa angebaut. Verwendet wird die Bastfaser des Pflanzenstängels. Ramie wird gern zur Beimischung zu anderen Fasern genutzt, weil sie elastisch und reißfest ist. In Kombination mit Wolle verhindert Ramie das Schrumpfen der Wollfasern. Außerdem verleiht sie Garnen einen seidigen Glanz.

6. Warum kommt es bei Indigo-gefärbten Garnen häufig zu Farbabrieb beim Stricken?

Der blaue Farbstoff des Indigo entfaltet sich erst nach dem Färben durch Kontakt mit Sauerstoff, der der Küpe zunächst durch Zusatz von Stoffen entzogen wurde. Beim Färben mit Indigo verändert sich nicht die Farbe der gesamten Struktur, wie es beim Färben mit Pflanzenteilen in der Flotte der Fall ist, sondern die Farbe wird auf das Textil geschichtet. Trotzt sorfältigen Spülens kann es gerade bei dunklen Farbtönen, die durch eine höhere Konzentration des Farbstoffes entstehen, zu Abrieb beim Verarbeiten und unter mechanischer Belastung kommen. Nachdem das fertig verarbeitete Strickstück gewaschen, gespannt und getrocknet wurde, lässt das Abfärben nach.


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